Die Startseite Finanzen und Sparen Die Grundlagen eines finanziellen Notgroschens: Wie viel sollte man sparen und wie geht man dabei vor?

Die Grundlagen eines finanziellen Notgroschens: Wie viel sollte man sparen und wie geht man dabei vor?

von Maximilian Müller

Werbung

Wie hoch sollte die Rücklage sein?

Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie viel Geld sollte man tatsächlich zurücklegen?

Werbung

Eine allgemein verbreitete Orientierung empfiehlt, drei bis sechs Monatsausgaben als finanzielle Reserve aufzubauen. Dabei werden nicht die gesamten Einnahmen betrachtet, sondern die notwendigen monatlichen Lebenshaltungskosten.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Miete oder Kreditrate
  • Strom und Energie
  • Lebensmittel
  • Versicherungen
  • Mobilität
  • Kommunikationskosten
  • weitere unverzichtbare Ausgaben

Wer monatlich beispielsweise 2.000 Euro für grundlegende Lebenshaltungskosten benötigt, könnte langfristig eine Rücklage zwischen 6.000 und 12.000 Euro anstreben.

Die tatsächliche Höhe hängt jedoch von der individuellen Lebenssituation ab. Selbstständige benötigen häufig größere Reserven als Arbeitnehmer mit einem sehr stabilen Arbeitsverhältnis. Familien mit Kindern berücksichtigen oft zusätzliche Sicherheitsfaktoren.

Klein anfangen ist besser als gar nicht anfangen

Viele Menschen fühlen sich von hohen Sparzielen zunächst überfordert. Deshalb verschieben sie den Aufbau ihrer Rücklagen immer wieder.

Dabei ist es nicht notwendig, sofort mehrere tausend Euro zur Verfügung zu haben. Der wichtigste Schritt besteht darin, überhaupt mit dem Sparen zu beginnen.

Bereits kleine Beträge können langfristig eine beachtliche Summe ergeben. Wer beispielsweise jeden Monat einen festen Betrag zurücklegt, baut Schritt für Schritt finanzielle Sicherheit auf.

Der Aufbau eines Notgroschens ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein langfristiger Prozess.

Automatisches Sparen nutzen

Eine der effektivsten Methoden besteht darin, Sparbeträge direkt nach dem Gehaltseingang automatisch zur Seite zu legen.

Viele Menschen sparen das Geld, das am Monatsende übrig bleibt. In der Praxis bleibt jedoch oft weniger übrig als geplant. Erfolgreicher ist häufig der umgekehrte Ansatz: Zuerst sparen, anschließend die verbleibenden Mittel für die laufenden Ausgaben nutzen.

Automatische Überweisungen helfen dabei, den Sparprozess zu vereinfachen und konsequent umzusetzen.

Wo sollte der Notgroschen aufbewahrt werden?

Ein Notgroschen muss jederzeit verfügbar sein. Deshalb unterscheidet er sich von langfristigen Geldanlagen.

Wichtige Eigenschaften sind:

  • schnelle Verfügbarkeit
  • hohe Sicherheit
  • geringe Schwankungen
  • einfacher Zugriff im Notfall

Das Geld sollte nicht in spekulativen Anlagen gebunden sein, deren Wert kurzfristig stark schwanken kann. Der Hauptzweck besteht nicht darin, hohe Renditen zu erzielen, sondern finanzielle Sicherheit zu gewährleisten.

Sie können auch mögen